Lernen in OWL

Nachhilfe und Mehr in Herford and Bad Oeynhausen

Förderung bei LRS und Rechenschwäche


Was tun bei Lese-Rechtschreib-Störung?

Unsere Beispielperson ist ein Kind namens Max. Max sitzt bemüht an seinen Deutsch -Hausaufgaben, doch die Sätze wollen ihm einfach nicht so schön aufs Papier folgen. Er hat Probleme, diese auszuformulieren, hören sie sich doch so gut in seinen Gedanken an. Aber die Wörter wollen einfach nicht durch die Hand auf das Blatt kommen. Rechtschreibung und Grammatik wollen auch nicht gelingen. So oft ist er das schon mit seiner Mutter durchgegangen. Gefrustet zeigt er das hart erarbeitete Ergebnis seinen Eltern. Diese reagieren mit Ablehnung auf die inzwischen tägliche Tortur. Max Mutter korrigiert den kaum lesbaren Text. Ein Kommentar rutscht ihr über die Lippen: "Hast du denn immer noch nicht gelernt, dass man Vogel mit V schreibt?". Max ist den Tränen nahe, er hat sich so viel Mühe gegeben und trotzdem scheint es nicht zu funktionieren. Wütend rennt er in sein Zimmer und schlägt die Tür zu. Mal wieder hängt der Haussegen schief.

Was ist eine Lese-Rechtschreib-Störung?

Die Lese-Rechtschreib-Störung oder Schwäche ist ein inzwischen weit bekanntes Phänomen. Die Kinder können trotz ständigen Übens die Rechtschreibstrategien nicht anwenden, Texte werden nur mühsam gelesen, der Sinn der einzelnen Wörter oder Sätze häufig nicht erschlossen. Als anerkannte Teilleistungsstörung gibt es aber Hilfen, sowohl von schulischer Seite durch entsprechende Nachteilsausgleiche, wie auch Unterstützung durch lerntherapeutische Förderung. Denn LRS ist behandelbar und muss nicht ein Leben lang bleiben!


Typisch für Kinder mit LRS:

  • undeutliches, langsames und stockendes Lesen
  • Auslassen, Vertauschen und Hinzufügen von Wörtern, Silben und Buchstaben
  • Inhalt des Gelesenen kann nur teilweise oder gar nicht wiedergegeben werden
  • Häufiges Verlieren der Zeile im Text
  • Hohe Fehleranzahl in geschriebenen Texten
  • langsames Schreibtempo und schlechtes Schriftbild
  • Verwechslung ähnlich klingender Buchstaben (B/P, M/B, G/K, D/T)
  • Schwierigkeiten bei der Groß- und Kleinschreibung
  • Unterschiedliche Fehler beim selben Wort (Farat/Farrat/Fahrad)


Daraus ergibt sich eine geringe/keine Motivation beim Lesen und Schreiben, Häufig treten auch Konzentrationsschwierigkeiten auf, da der Lese- und Schreibvorgang wesentlich anstrengender ist als bei anderen. Durch die ständigen Misserfolge ist das Selbstvertrauen und das Selbstwertgefühl der Kinder gestört, sie gleichen dies teils durch auffällige Verhaltensweisen (Klassenclown) aus. Auch psychosomatische Beschwerden wie Kopf- und Bauchschmerzen können auftreten.


Durch die lerntherapeutische Förderung kann nicht nur das Schriftbild verbessert, die Rechtschreibung korrigiert und die Lesekompetenz erhöht werden. Vor allem sollen die Kinder wieder entdecken, was sie können und Wert sind!



Rechenschwäche oder Dyskalkulie - Was ist das ?


Die Rechenschwäche oder Dyskalkulie ist das "Gegenstück zur Leserechtschreibstörung. Nur dass die Schwierigkeiten nicht im sprachlichen, sondern im mathematischen Bereich auftreten.

Anders als die LRS ist die Dyskalkulie noch nicht so geläufig im schulischen Alltag, obwohl sie natürlich auch zu den Teilleistungsstörungen gehört. Die schulische Förderung der Kinder ist ebenfalls noch nicht so ausdifferenziert, die Möglichkeiten der Nachteilsausgleiche gehen häufig nicht über ein "mehr Zeit" hinüber. Dabei sind die gesetzlichen Möglichkeiten vor allem im Rahmen der Inklusion durchaus gegeben. Es fehlt an einem konkreten, sinnvollen Maßnahmenkatalog für die Kinder.



Typisch für Kinder mit Dyskalkulie:

  • Das Kind zählt auch in höheren Klassen noch an den Fingern
  • Rechenoperationen werden nicht/schlecht gelernt und können nicht angewendet werden (verliebte Zahlen werden nicht erkannt)
  • + und - werden häufig vertauscht
  • Beim Schreiben werden Einer und Zehner immer wieder vertauscht (geschrieben 24, gemeint 42)
  • Die Bedeutung der Zahl Null ist unklar und wird nicht erkannt
  • Anstelle der Operationslogik treten subjektive Rechenregeln wie 10+10 =200
  • Bei Rechungen über den 10er ist die Veränderung nicht klar, muss jedes Mal neu gerechnet werden. Beispiel 3+4=7; 13+4=?
  • Multiplikationsreihen werden begriffslos auswendig gelernt
  • Bei Textaufgaben zeigt sich völliges Unverständnis: es werden die falschen Fragen Formuliert, z.B. nach schon gegebenen Inhalten und falsche Rechnungen angestellt. Die Antworten passen nicht zur Frage
  • Der rechnerische und praktische Umgang mit Größen wie Länge oder Zeiten gelingt nicht oder kaum
  • Mühsam eingeübtes wird nach kurzer Zeit wieder vergessen


Auch hier ist die lerntherapeutische Förderung eine Hilfe. Denn die Auswirkungen auf das Selbstwertgefühl und das Selbstvertrauen des Kindes sind entsprechend wie bei LRS groß und können schwerwiegende Folgen haben.


Wir beraten gerne, wenn Sie den Verdacht haben, ihr Kind könnte in diese beiden Bereiche fallen. Nehmen Sie einfach unverbindlich mit uns Kontakt auf per Mail oder auch gern per Handy (whatsapp).